MGV Concordia Heiden 2006Montag, 18. Dezember 2006, 16:29 Uhr
Inhaltsverzeichnis
11) Concordianer verbreiten Weihnachtsstimmung
10) Mit Charme und leichter Grandezza
09) Beschwingter Caféhaus-Nachmittag
08) Jubiläum: 40 Jahre mit Otto Groll
07) Sangesbrüder begeistern Zuhörer
06) Interview mit Otto Groll
05) Bundespräsident in Heiden
04) "40 Jahre Chormusik mit Otto Groll"
03) MGV singt für den Bundespräsidenten
02) Vorbereitung des Jubiläumskonzertes am 19. März
01) Generalversammlung 2006
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Montag, 18. Dezember 2006, 17:00 Uhr
11) Concordianer verbreiten Weihnachtsstimmung
Konzert im Haus Bewis erfreut die Bewohner
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In Weihnachtsstimmung versetzten die Concordianer
die Bewohner des Hauses BEWIS. Foto: bus
Heiden (bus). Freudestrahlend sitzt Agnes Groß-Isselmann in der Halle von Haus II und winkt den Männern mit weißen Blazern und roter Fliege zu. "Ich kenne sie alle", erzählt die Bewohnerin des Bewis, Betreutes Wohnen. "Immer schon" sei ihre Familie den Concordianern verbunden gewesen; bereits ihr Vater habe dort gesungen, heute gehöre ihr Neffe zum Heidener Männergesangverein.
Und der hat gerade eine halbe Stunde lang unter der Leitung von Kurt-Ludwig Forg, der den Chordirektor Otto Groll an diesem Nachmittag vertritt, Weihnachtsgrüße gebracht. "Wir hoffen, Sie damit in die richtige Weihnachtsstimmung versetzt zu haben", wünscht der Vorsitzende Hubert Busch.
"Oh, du fröhliche", "Freue Dich oh Christenheit" oder "Stille Nacht" sind dazu wohl bestens geeignet. Das kann man den Gesichtern der Zuhörer, die sich in der Halle und auf den Wohnfluren verteilt habenen, entnehmen.
"Im nächsten Jahr kommen sie wieder", verkündet Geschäftsführerin Ulrike Justus, die den Besuch der Sänger ebenfalls genoss, und sich für den Besuch und das kleine Konzert bedankt.
Borkener Zeitung, Montag, 18. Dezember 2006
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Freitag, 06. Oktober 2006, 10:10 Uhr
10) Mit Charme und leichter Grandezza
"Café-Haus-Nachmittag" kam an
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Harmonierten im Vortrag miteinander: Musiker und Sänger. Fotos: mge
Heiden (mge). Wenn der Wiener in seinem Kaffee-haus eine "Melange" ver-langt, bringt ihm der befrackte Ober schwarzen Kaffee zu etwa gleichen Teilen mit weißer Milch gemischt. Schwarz und Weiß, und sehr wienerisch kam daher, was am Sonntag mit "Café-Haus-Nachmittag" angekündigt war. Und - vorweg, es kam beschwingt daher, mit Charme, mit leichter Grandezza und viel guter Musik.
Falls die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle, ganz in schwarz gewandet und die Sänger der Concordia, in weißem Jackett, das als Experiment angedacht hatten: Es ist gelungen und es sollte keine Eintagsfliege bleiben - auf keinen Fall.
Nach dem amüsanten Eröffnungsgeplänkel zwischen Robert Busch (Concordia) und Patrick Voßkamp (Musikkapelle) brachten zunächst die Herren Sänger unter Leitung von Otto Groll etliche ihrer besten Gustostücke. Bei "Viva la musica", "Lachende Welt", oder "Im Prater blühn wieder die Bäume", letzteres mit Anton Denker als Tenorsolisten, wippte so mancher Fuß.
Bei "My fair Lady" hakten sich selbst die Damen hinter dem beachtlichen Küchenbüffet unter und schunkelten mit. Eine kleine Rhythmusgruppe mit Willibald und Hans-Georg Knüwer und Uwe Brunn begleitete die Concordianer.
Den zweiten Abschnitt er-öffnete dann die Musikkapelle unter Leitung von Christian Topp ganz stilsicher mit schmelzender Schrammelmusik. Es folgten flott und pfiffig Lehars Walzer "Gold und Silber" und ein Andre Rieu-Medley mit bekannten Walzern, einem Galopp und der unerlässlichen Tritsch-Tratsch-Polka, um die Besucher dann mit einer einschmeichelnden Version der "Rosamunde"-Polka in die zweite Pause zu schicken.
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Blumen für Christian Topp und Otto Groll.
Robert Busch (Concordia) und Patrick
Voßkamp (Musikkapelle)
Danach standen dann gut 120 Musiker und Sänger auf der Bühne der Westmünsterlandhalle. Entsprechend voluminös erlebten die Besucher daher Verdis berühmte Massenchöre aus dem "Freischütz" und "Nabucco" sowie das grandiose "Conquest of Paradise".
Der offizielle Teil endete mit Volksliedern, in die die Gäste im vollbesetzten Saal inbrünstig einstimmten - die meisten jedenfalls. Und da die Zugabe bereits im Programm stand, gab es die als Schlagobers obendrauf.
Fazit: Ein gelungener Nachmittag: Kaffee und Kuchen, eine angenehme Atmosphäre, eine vorzügliche musikalische Mischung; zwei prächtige Klangkörper, drei kurzweilige Stunden - kann wiederholt werden.
"Die Heidener Kultur rückt zusammen. Zwei Vereine möchten Ihnen heute die Freude an der Musik vermitteln",
sagte Robert Busch, und Patrick Voßkamp fügte an, er habe noch nie einen SPD-Mann etwas so schönes sagen hören.
Borkener Zeitung, Dienstag, 24. Oktober 2006
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Freitag, 06. Oktober 2006, 10:00 Uhr
9) Beschwingter Caféhaus-Nachmittag
Erstes Gemeinschaftskonzert des Männergesangvereins Concordia und der Mussikkapelle Heiden
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Robert Busch (l.) und Patrick Voßkamp werben für den gemeinschaftlichen Auftritt des MGV Concordia Heiden und der Musikkapelle Heiden. Foto: jü
Heiden (jü). Die Planungen für das Gemeinschaftskonzert des Männergesangvereins Concordia Heiden und der Musikkapelle Heiden sind abgeschlossen. Die Plakate für den ersten gemeinschaftlichen Auftritt beider Musikgruppen sind gedruckt, und die Werbetrommel wurde kräftig gerührt.
Am Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr ist es nun soweit. In der Westmünsterlandhalle können die Zuhörer unter dem Motto "Caféhaus-Nachmittag" gesellige Stunden mit beschwingter Musik bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen verleben.
Unter der Leitung von Chorleiter Otto Groll (MGV Concordia) und Dirigent Christian Topp (Musikkapelle) wollen insgesamt rund 130 Musiker für einen musikalischen Nachmittag der Extraklasse sorgen.
Gespannt darauf, wie das Konzert mit Premierencharakter beim Publikum ankommt, sind Robert Busch, erster Vorsitzender des MGV, und Patrick Voßkamp, erster Vorsitzender der Musikkapelle. Vor drei Jahren, erzählen die Heidener, sei bereits die Idee entstanden, ein Gemeinschaftskonzert auf die Beine zu stellen.
Diverse Terminschwierigkeiten hätten das Projekt jedoch immer wieder platzen lassen. Nun aber "haben wir den Gedanken zu Ende geführt", freuen sich beide Musiker.
Den Charakter des Konzerts beschreiben Busch und Voßkamp so: "Es gibt keinen Konzertzwang und daher keine Konzertbestuhlung." An Gruppentischen könnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen ungezwungen unterhalten. Denn: "Geselligkeit und Gemütlichkeit stehen oben an."
Mit allen Sinnen genießen sollen demnach die Konzertbesucher den Nachmittag. Eine Bocholter Rösterei bietet eine Ausstellung rund um den Kaffee an. Die Künstlergruppe um Rita Marks stellt ihre Exponate aus. "Zudem verändern wir den Bühnenaufbau", erzählen Voßkamp und Busch. "Wir wollen beim Konzert näher beim Publikum sein."
Drei musikalische Blöcke umfasst das Konzert. Nach den Einzelauftritten von Musikkapelle und MGV werden beide zusammen beliebte und bekannte Melodien erklingen lassen. Unter anderem stehen auf dem Programm beschwingte Walzermelodien, ein Potpourri von André Rieu und das weltbekannte Lied "Conquest of Paradise".
Das Konzert, so die beiden Vorsitzenden, sei für alle Altersgruppen geeignet. Die Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro können in den Vorverkaufsstellen Volksbank Heiden und Bürgerbüro sowie bei den Vereinsmitgliedern erworben werden. An der Tageskasse kostet die Eintrittskarte acht Euro. Das Konzert beginnt um 15 Uhr. Einlass ist um 14.30 Uhr.
Borkener Zeitung, Freitag, 06. Oktober 2006
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Dienstag, 21. März 2006, 08:15 Uhr
8) Busch: "Alles macht mit Otto Freude"
Borkener Zeitung, Montag, 15. Mai 2006
Otto Groll leitet seit 40 Jahren den Männergesangverein Concordia Heiden
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Seit 40 Jahren am MGV-Taktstock: Otto Groll (Mitte). Es gratulierten (v. l.) Vorsitzender Robert Busch, Landrat Gerd Wiesmann, Annette Brun (stellvertretende Bürgermeisterin) und Willy Huvers, Vorsitzender des Sängerkreises Westmünsterland. Foto: jü
Heiden (jü). "Otto Groll zu Ehren singen wir unser Lied, Otto Groll zu Ehren heut' ein Festakt ist": Die Mitglieder des MGV Concordia Heiden gratulierten ihrem Chorleiter mit einem besonderen Ständchen. "Singen heißt auf den anderen zuzugehen. Frohsinn, Fröhlichkeit, Lied und Gesang wollen wir den Menschen bringen." Seit vier Jahrzehnten steht der MGV unter der erfolgreichen Leitung von Otto Groll. Mit einem Festakt in der Gaststätte Dunckhöfner begingen die Sänger sowie geladene Gäste dieses Jubiläum.
In beschwingter Reimform überbrachte Robert Busch, erster Vorsitzender des MGV, Gratulation und Dankesworte an den Dirigenten. "Als Komponist und Arrangeur bringt er viel Couleur. Er lässt die Stimmen klingen, dass die Konzerte nur gelingen." Viel Freude bereite der Jubilar seinen Kollegen bei den Proben. "Du hast Geschick und viel Verstand", bescheinigte der Vorsitzende dem Chorleiter. "Alles macht mit Otto Freude."
Grüße des Kreises Borken überbrachte Landrat Gerd Wiesmann. Der MGV profitiere von Grolls außerordentlichem Talent und Sachverstand. Mit seinem Engagement trage der Jubilar dazu bei, dass ein Hobby gepflegt und Gemeinschaft erlebt werden könne.
Er bereichere mit seinem Einsatz somit das kulturelle Angebot in der Region, lobte der Landrat. Mit einem Zitat von Richard Wagner leitete Annette Brun, stellvertretende Bürgermeisterin, ihre Grußworte ein. "Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik ist die menschliche Stimme." Den Vielklang der Stimmen habe Groll während der vergangenen Jahre zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt. Höchst inspiriert, motiviert und voller Tatendrang habe Groll das Potenzial des MGV zur Entfaltung gebracht. Weit über die Grenzen hinaus habe er die Gesangsgruppe dadurch bekannt gemacht.
Auch Willy Huvers, Vorsitzender des Sängerkreises Westmünsterland, würdigte in seiner Laudatio die außergewöhnlichen Leistungen von Groll. Die seien so gut, dass heute noch Sänger der ersten Stunde mit von der Partie seien. Als "guter Geist im Hintergrund" habe Groll dazu beigetragen, dass der MGV "in aller Welt bekannt geworden ist". Die Big-Band der Musikschule Borken sorgte für den passenden musikalischen Rahmen der Feierstunde.
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Dienstag, 21. März 2006, 08:15 Uhr
7) Sangesbrüder begeistern Zuhörer
Borkener Zeitung, Dienstag, 21. März 2006
Otto Groll liefert mit dem MGV Concordia Heiden
ein beispielhaftes Jahreskonzert im Vennehof ab.
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Die Gäste des MGV Concordia, Vera Fischer und Uwe Buchmann, bereicherten
den Konzertabend mit gelungenen Beiträgen. Foto: ine
H e i d e n . Ein Blick ins Programm zeigt bewährte Bausteine, wie man sie aus Konzerten des MGV Concordia kennt: Melodien aus der Welt von Oper und Operette, A-cappella-Liedgut und Kompositionen und Bearbeitungen aus der Feder von Otto Groll, damit haben die Heidener Sangesbrüder schon viele Zuhörer begeistert.
Seit Jahren mit von der Partie und auch beim Konzert am vergangenen Sonntag im Vennehof wieder dabei waren Anton Denker, Xaver Poncette als versierter und sicherer Klavierbegleiter, Hans Deing am Akkordeon und die Rhythmusgruppe Heiden. Außerdem konnte die Moderatorin Angelika Nehm die Sopranistin Vera Fischer und den Tenor Uwe Buchmann präsentieren.
Ein riesiges Aufgebot - wie immer! Darüber hinaus aber hatte dieses Konzert einen Aspekt, der außergewöhnlich war: Der musikalische Gesamtleiter Otto Groll beging sein 40-jähriges Jubiläum als Dirigent des Heidener Männerchores. Und seine Sänger schienen gewillt zu sein, ihrem musikalischen Leiter in diesem Konzert mit besonderen Leistungen für seinen langjährigen Einsatz zu danken. Chor und Instrumentalisten zeigten beachtliche Leistungsstärke: Das grundlegende Handwerkzeug - saubere Intonation, gute Textverständlichkeit, das Spiel mit Dynamik und auch die formgerechte Umsetzung von Chorsätzen unterschiedlichster Anlage beherrschte der Chor souverän. Und auch auf der Ebene des Ausdrucks bewährten sich die Sänger in beachtlicher Weise. Dieser Erfolg basiert in nicht geringem Maße auf der versierten Unterstützung durch die verschiedenen Instrumentalisten.
Auch die musikalischen Gäste des MGV Concordia bereicherten den Konzertabend mit höchst gelungenen Beiträgen: Vera Fischers Puccini-Interpretationen begeisterten das Publikum in gleichem Maße wie Uwe Buchmanns Sicht von Verdis Parade-Arie „La donna e mobilé“ aus dem „Rigoletto“. Dass er stimmlich angeschlagen war und noch kurz vor dem Konzert eine Zeit am Inhaliergerät verbracht hatte, konnte man nur in ganz kurzen Phasen und mit besonders geübtem Gehör erahnen.
Nachhaltiger Beifall galt an diesem Abend wieder einmal allen Mitwirkenden, besonders aber dem Jubliar Otto Groll, der mit ihnen erneut ein beispielhaftes Jahreskonzert erarbeitet hatte. ltg.
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Dienstag, 07. März 2006, 20:11 Uhr
6) Interview mit Otto Groll
Borkener Zeitung, Samstag, 17. März 2006
"Frederic Chopin war und ist für mich der Klavierkomponist"
Seit 40 Jahren leitet der Dülmener Otto Groll den MGV Concordia Heiden / Die BZ stellt Fragen zum Jubiläumskonzert
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Komponist, Arrangeur und Chorleiter: Otto Groll. Foto: pd
Heiden (hhk). Das Jubiläumskonzert des MGV Concordia Heiden unter der Überschrift "40 Jahre Chormusik mit Otto Groll" beginnt am Sonntag, 19. März, um 17 Uhr in der Stadthalle Vennehof Borken. Als Gäste wirken Vera Fischer und Uwe Buchmann mit. Die Fragen stellte BZ-Redakteur Hubert H. Konert.
BZ: Mit 17 hat man noch Träume. Wovon haben sie damals geträumt, Herr Groll?
Otto Groll: Ich träumte mit 20 Jahren davon, Konzertpianist zu werden. Mein damaliger Klavierlehrer am Münsterschen Konversatorium bestärkte mich darin. Daraus ergab sich ein Konzert mit dem Münsterschen Orchester im Stadttheater, bei dem ich Carl Maria von Webers "Konzertstücke in F-moll" für Klavier und Orchester spielte. Während meines Studiums an der Kölner Musikhochschule habe ich dann das Berufsziel " Konzertpianist" aufgegeben, da ich keinerlei Möglichkeit hatte, ungestört über einen längeren Tageszeitraum zu üben und meine Mutter, sie war zu dem Zeitpunkt schon alleine mit vier Kindern, nicht die finanziellen Möglichkeiten hatte, mir so ein langes Studium zu ermöglichen. Also widmete ich mich ganz dem Studium der Schulmusik, Chorleitung und Mathematik
BZ: Können Sie sich noch an Ihre Studentenjobs erinnern?
Otto Groll: Meine Jobs während der Studentenzeit in Münster und Köln bestanden zum einen in der Klavierbegleitung von Sängern und Instrumentalsolisten, zum anderen im Engagement als Tanzmusiker. Meine damalige fünfköpfige Band "Die Tiberstars" war in dieser Zeit weithin bekannt.
BZ: Wer sind Ihre positiven Indentikationsfiguren?
Otto Groll: Frederic Chopin war und ist für mich der Klavierkomponist schlechthin, dessen Werke ich immer gern gespielt habe und heute noch spiele. Leonard Bernsteins kompositorisches Werk schätze ich bis auf den heutigen Tag. Beeindruckt bin ich von der unnachahmlichen Art, in der James Last Melodien aus allen Bereichen für seine Bigband zu bearbeiten versteht.
BZ: Was bedeutet Ihnen Heinz-Georg Kramm, den fast alle unter dem Namen " Heino" kennen?
Otto Groll: Heinos Musik wird von vielen Menschen geschätzt. Ich denke, wenn einer 30 bis 40 Jahre erfolgreich Konzerte mit volkstümlicher Musik gibt, dann muss da doch etwas dran sein.
BZ: Was treibt Sie besonders an?
Otto Groll: Die immer wieder neue Herausforderung der chorischen Arbeit. Neues zu schreiben und auszuprobieren. Die Arbeit mit den Chören und mit den Menschen. Was anderes habe ich ja in meinen Berufsjahren am Gymnasium auch nicht gemacht. Es mach mir immer wieder Spaß und Freude.
BZ: Auf welche eigenen Leistungen sind Sie besonders stolz?
Otto Groll: Ich freue mich, wenn meine Chöre die Zuhörer begeistern können und Erfolg haben. Stolz, wenn man das so sagen kann, bin ich auf das "Bundesverdienstkreuz am Bande", das mir für meine kulturelle Arbeit im Hinblick auf die Musik verliehen wurde. Es ist eine Bestätigung meiner chorischen Arbeit, dass der "Quartettverein Bocholt" und die "Chorgemeinschaft Dülmen" über viele Jahre den Titel "Meisterchor im Sängerbund NRW" führen durften. Alle fünf Jahre muss dieser Titel durch eine Prüfung vor anerkannten Musikwissenschaftlern bestätigt werden. Im letzten Jahr wurde dem Bocholter Chor beim Bundesleistungssingen im Vennehof in Borken dieser Titel zum zehnten Mal verliehen, was einmalig in NRW ist.
BZ: Was machen Sie, um sich besonders zu entspannen?
Otto Groll: Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich sehr gerne in die Oper, in Konzerte und Musicals. Gestern Abend noch habe ich in der Philharmonie in Essen den russischen Pianisten " Arcadi Volodos" bewundern können. Ich entspanne mich bei mittäglichen Spaziergängen, beim Fahrradfahren, im Urlaub, der meine Frau und mich häufig auf die Kanarischen Inseln führt. Ich liebe die Sonne, die Wärme und das unbeschwerte Leben, das den Südländern zu eigen ist.
BZ: Welches Lied singen Sie besonders gerne?
Otto Groll: Es gibt Vieles, was ich im klassischen wie im volkstümlichen Bereich gerne höre und singe; insofern fällt es mir schwer, mich auf ein bestimmtes Werk, eine bestimmte Melodie festzulegen.
BZ: Welche Eigenschaften sollte ein Chorleiter haben?
Otto Groll: Die Eigenschaften, die ein Chorleiter haben sollte, sind vielfältiger Natur. Kenntnisse in der Chorliteratur, der Stimmbildung, der Dirigiertechnik, der Probenarbeit gehören dazu. Ein guter Chorleiter sollte aber auch mit Menschen umgehen können, also pädagogisch vorgebildet sein; er sollte die Fähigkeit besitzen, Probleme im zwischenmenschlichen Bereich erörtern, eventuell lösen können.
BZ: Gibt es einen Auftritt mit dem MGV Concordia Heiden, der Ihnen besonders viel bedeutet hat?
Otto Groll: Von den Auftritten des MGV Concordia Heiden hat mich zum Beispiel das Konzert mit dem russischen Tenor Vadim Korschunov sehr beeindruckt. Außerdem die Gestaltung der Messe im Petersdom anlässlich der Italienreise des Heidener Chores im Jahr 2004. Das waren schon eindrucksvolle Ereignisse.
BZ: Was gibt Ihnen die Musik und das Musizieren?
Otto Groll: Ich lebe ja mit der Musik. Ich spiele Klavier, seit meinem fünften Lebensjahr. Ich liebe die Musik. Sie gibt mir innere Zufriedenheit. Es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn ein Konzert wunderbar gelungen ist. Ich freue mich, wenn die Zuhörer begeistert sind. Das chorische Musizieren vermittelt mir Freude in der Arbeit mit meinen Sängern. Insofern hat die Chorprobe einen Sinn in sich selbst und dient nicht nur zur Vorbereitung auf Konzertdarbietungen.
Zur Person______________________________________________________
Otto Groll
In Dülmen hat Otto Groll am 12. August 1935 das Licht der Welt erblickt. Bereits 1951 übernahm er die Leitung eines Jugendsingkreises am Städtischen Gymnasium Dülmen. Nach dem Abitur studierte Groll Mathematik und Musik in Münster und Köln, war Referendar in Münster und Dülmen. Die Ernennung zum Studienrat war 1965. Fünf Jahre später wurde er Oberstudienrat.
Seit 1965 dirigiert Groll den MGV Concordia Heiden. 1975 entstand die "Chorgemeinschaft Groll" - mit mehr als 200 Sängern. Der Komponist und Arrangeur dirigiert neben den Heidenern Chöre in Bocholt, Buldern, Essen und Dülmen.
Groll ist mehrfach ausgezeichnet worden: Bundesverdienstkreuz am Bande (1996); Kulturplakette seiner Heimatstadt Dülmen; Tiel "Chordirektor ADC" und "Musikdirektor FDB"; Verdienstmedaillen des Deutschen Sängerbundes.
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Dienstag, 07. März 2006, 20:00 Uhr
5) Bundespräsident in Heiden
Borkener Zeitung, Mittwoch, 8. März 2006
"Sie machen uns Mut"
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Heiden - (hhk). Gerade haben sich der Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler ins Goldene Buch eingetragen. Da kommt die Stunde des Heidener Bürgermeisters Heiner Buß. Das sieht das Protokoll so vor. "Sie machen uns Mut", haben die Köhlers mit dem Lamy M 62 ins Buch geschrieben.
Auf der Seite zuvor haben sich junge Leute aus Kanada und Frankreich eingetragen. Die Welt ist eben in Heiden zu Gast. Ein Kochbuch, in dem die Heidener ihre Rezepte abgedruckt haben, darf das Staatsoberhaupt mitnehmen und ein Buch, das Ludgerusschüler über 50 Jahre Deutschland zusammengestellt haben. Und nicht zu vergessen: Die Köhlers bekommen "Düwelsteenkes" geschenkt.
Die hat der Konditormeister Wilhelm Becker ersonnen, damit Gäste nicht mit leeren Händen gehen und sich auf der Rückreise nur an den Händedruck des Bürgermeisters und dessen freundliche Worte erinnern müssen. Das süße Mitbringsel stammt aus der Konditorei.
Nach einer Pause im VIP-Raum "neben anderen sind auch Vertreter der Metro dabei" kommen die Köhlers aufgeräumt nach draußen. Am roten Teppich haben sich knapp 50 Sänger des MGV Concordia Heiden postiert. Sie tragen rote Fliegen und singen zwei Stücke. Eins davon heißt "Viva la musica".
"Wir, die Männer von der Concordia, möchten die Gelegenheit nutzen, um dem schönen Geschlecht zum Weltfrauentag unsere Wertschätzung zu bringen, verbunden mit der Hoffnung, dass wir auch weiterhin nicht nur von der Muse geküsst werden", sagt der Vorsitzende Robert Busch und erntet einen satten Lacherfolg. Gern, sagt Busch weiter, würde er den Bundespräsidenten zum Konzert am 19. März einladen. "Aber ich bin mir bewusst, dass ihr Terminkalender dies kaum zulassen wird", sagt der Vorsitzende und überreicht eine CD mit dem Titel "Leben ist Lachen und Singen". Köhler kämpft im Kiwitt 28 mit dem Protokoll. "Noch ein Lied", ruft der Bundespräsident in die Richtung seiner persönlichen Referentin. Einer der Sänger ist der Technische Betriebsleiter Josef Eversmann (49). Nur einmal war er etwas genervt, als die Alarmsirene des Frosters anging und sich die Gäste überrascht ansahen. Flugs war die Sirene aus. Zufrieden ist auch Albert Höing (55). Seit 30 Jahren ist er Kriminalbeamter. Für ihn hat der Besuch des Bundespräsidenten "etwas Besonderes". Beim Papst-Besuch in Münster war er auch dabei. "Problemlos" zieht Klaus-Dietrich Dörschlag, Erster Polizeihauptkommissar einen Strich unter den Besuch. Erleichtert ist auch Anja Ostermann (37), die die über 30 Medienvertreter betreut hat.
Köhler macht mit. Bevor er ins Auto steigt, lässt er sich mit den Sängern fotografieren - und mit ihrem Vorsitzenden. Dann noch schnell zum Straßenrand, Händeschütteln, Autogramme und ab geht es. Die Leute winken zum Abschied.
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